
Häufig gestellte Fragen…
…und Antworten
Häufig gestellte Fragen…
und Antworten
und Antworten
Wer an einer Psychotherapie interessiert ist, der hat meist zahlreiche Fragen. Denn Psychotherapie ist keine „gewöhnliche Dienstleistung”, die sich in allen Details des Leistungsumfangs beschreiben lässt. Das hat mehrere gute Gründe:
- Die zu bearbeitenden psychischen Schwierigkeiten lassen sich schlecht in wenigen Worten ausdrücken. Oft wird versucht, die von einem Arzt gestellte Diagnose als Beschreibung zu verwenden, wie z.B. Depression, Ängste usw.. Das wird aber der individuell unterschiedlich erlebten Situationen nicht gerecht.
- Die therapeutische Arbeit und deren Methoden lassen sich nicht kurz und knapp beschreiben. Zudem wählt der Therapeut diese ja individuell passend zum Klienten und seinen Schwierigkeiten aus.
- Der Erfolg einer Psychotherapie kann ebenfalls schlecht beschrieben werden, weil er sich für die Klienten sehr unterschiedlich zeigt und anfühlt. Zudem darf mit einem konkreten Therapie-Erfolg oder Heil-Erfolg gemäß Heilmittelwerbegesetz nicht geworben werden.
Die am häufigsten gestellten Fragen vor Beginn einer Psychotherapie und Antworten habe ich hier zusammen gestellt:
Keinen (kassenfinanzierten) Therapieplatz gefunden? Was Sie tun können…
Die kassenfinanzierte Psychotherapie wird ab 2027 knapper. Was das bedeutet — und welche Wege es gibt.
Wenn Sie gerade versuchen, einen Therapieplatz zu finden, erleben Sie vermutlich genau das, worüber viele Menschen berichten: endlose Warteschlangen, Absagen, Hinweise auf Listen, die geschlossen sind. Das ist keine Einbildung – und es wird sich in den nächsten Monaten weiter verschärfen. Am 10. Juli 2026 hat der Bundestag das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz verabschiedet. Ab Januar 2027 werden psychotherapeutische Leistungen budgetiert – das bedeutet: Jede neue Therapiestunde, die ein Kassentherapeut anbietet, verringert seinen Stundensatz. Der finanzielle Anreiz, neue Patienten aufzunehmen, sinkt damit erheblich.
Was sich ab 2027 verändert
Bisher wurden Kassentherapiestunden außerhalb des ärztlichen Budgets zu festen Preisen vergütet. Damit ist ab 2027 Schluss. Therapeuten mit Kassensitz werden künftig aus einem gemeinsamen Topf bezahlt, dessen Gesamtvolumen begrenzt ist. Und wenn der Topf leer ist, werden weitere Stunden gar nicht mehr bezahlt! Zu jedem Quartals-Ende wird es also eng.
Als Folge erwarten die Fachleute: Viele Praxen werden Neuaufnahmen einschränken. Wartezeiten, die heute schon bei einem Jahr oder mehr liegen, werden weiter wachsen. Einige Praxen werden sogar schließen müssen. Und das in einer Zeit, in der der Bedarf an psychologischer Unterstützung durch wirtschaftliche Unsicherheit und gesellschaftlichen Druck weiter steigt.
Wie man dennoch zeitnah an einen Therapieplatz kommt:
Erstens: Psychotherapeuten ohne Kassensitz (mit Selbstzahlung) Oft sind aber auch diese Angebote schon ausgebucht. Zuweilen gibt es Wartelisten. Die Vergütungen sind deutlich höher als z.B. bei Heilpraktikern. Manche Praxen führen interne Wartelisten und benachrichtigen bei Kurzfrist-Terminen. Es kann sich lohnen, direkt anzurufen, statt nur online anzufragen.
Zweitens: Heilpraktiker der Psychotherapie: Die arbeiten außerhalb des Kassensystems. Wir können zeitnah Termine anbieten, weil wir unsere Kapazitäten selbst gestalten. Allerdings tragen Sie die Kosten selbst, oder – je nach Vertrag – Ihre private Zusatzversicherung.
Was Sie dafür erhalten: einen Therapiestart, der nicht Monate auf sich warten lässt. Und Sie erhalten meist eine besonders effiziente Therapie: denn Heilpraktiker müssen im freien Wettbewerb bestehen und können sich Minderleistungen nicht leisten.
Was ich Ihnen anbieten kann:
Ich halte bewusst Kapazität für Menschen frei, die nicht monatelang warten können. Das ist eine Entscheidung, die ich getroffen habe – weil ich erlebe, was es bedeutet, wenn jemand Unterstützung braucht und keine bekommt.
Mein Angebot in Weinheim:
Einzeltherapie, Einzel- und Paarberatung in individuell vereinbarten Terminen. Ein erstes Gespräch von bis zu 90 Minuten, in dem wir gemeinsam herausfinden, ob meine Art zu arbeiten zu Ihnen passt.
Wenn Sie sich für eine Beratung oder Psychotherapie in meiner Praxis entscheiden, erleben Sie eine hoch-effiziente Arbeit, die auf über 17-jähriger Erfahrung und meinem eigenen Therapiekonzept beruht. Die statistische Auswertung der durchschnittlich von meinen Klienten benötigten Therapiezeit ergibt: Die Therapiedauer lag meist zwischen 3 und 6 Monaten bei 14-tägigen Terminen. Das ist weniger als 20% der bei Verhaltenstherapie üblichen Therapiedauer von 60 bis max. 80 Stunden.
Wie schnell bekomme ich einen Therapieplatz?
Zunächst sollten wir uns in einem ersten Gespräch kennen lernen. Hierzu nehme ich mir bis zu 90 Minuten Zeit für Sie. So können Sie mir in aller Ruhe alle Fragen stellen und Ihr Anliegen schildern.
Einen für Sie am besten passenden Termin für dieses Erstgespräch finden Sie am einfachsten über meinen Buchungskalender hier. Auch telefonisch könen Sie Termine vereinbaren.
Wenn Sie sich zum Ende des Erstgesprächs oder einige Zeit danach für eine Psychotherapie bei mir entscheiden, können wir den ersten Therapietermin vereinbaren, z.B. über den Buchungskalender, notfalls auch telefonisch.
Übrigens: „Wartelisten” gibt es bei mir nicht – ausgenommen bei dem neuartigen Gesprächskreis.
Zahlt die Krankenkasse eine Therapie in der Praxis „Lebenslust jetzt!”
Gesetzliche Krankenkassen (GKV) sowie die Beihilfe der Beamten übernehmen keine Kosten für die von mir geleistete Psychotherapie.
Nur private Krankenkassen (PKV) übernehmen die Kosten einer Psychotherapie, die von einem Heilpraktiker geleistet wird. Aber nur dann, wenn entsprechende Zusatzversicherungen abgeschlossen worden sind. Und auch dann wird meistens nur ein Teil der Therapiekosten übernommen. Informationen zur Kostenerstattung von PKVs habe ich hier zusammen gestellt.
Was, wenn ich mir selbst finanzierte Psychotherapie nicht leisten kann?
Mit dieser Schwierigkeit sind Sie nicht allein! Und es ist kein Grund, sich dafür zu schämen, dass die eigenen finanziellen Mittel so begrenzt sind! – Oft haben ja gerade psychische Schwierigkeiten dazu geführt, dass nur noch ein kleines Einkommen vorhanden ist.
Ich stelle immer eine begrenzte Anzahl an Therapieplätzen mit verringerter Vergütung zur Verfügung. Bitte fragen Sie nach!
Wenn Sie die reguläre Höhe meiner Vergütung je Stunde bewerten, berücksichtigen Sie bitte, dass sich darin meine Aus- und Fortbildungskosten von bisher über 20.000 Euro und der damit verbundene Zeitaufwand widerspiegeln und außerdem die in über 17-jähriger Arbeit in eigener Praxis gewonnenen Erfahrungen. Das zeigt sich in der Effizienz meiner Therapie:
Gerade habe ich eine statistische Auswertung der durchschnittlich von meinen Klienten benötigten Therapiezeit erstellt. Die Therapiedauer lag meist zwischen 3 und 6 Monaten bei 14-tägigen Terminen. Das ist weniger als 20% der bei Verhaltenstherapie üblichen Therapiedauer von 60 bis max. 80 Stunden.
Dennoch habe ich die aktuelle Vergütung seit 2019 nicht erhöht.
Bin ich mit meiner Diagnose (z.B. Depression, Ängste usw.) hier richtig?
Sie sind bei mir mit jeder psychischen Diagnose richtig – ausgenommen es besteht eine Psychose oder eine Abhängigkeit von Stoffen.
Warum ich mich nicht z.B. auf Depressionen, Ängste oder Zwänge usw. spezialisiere?
Die erste folgt der Diagnostik nach der ICD-10 (Internationaler Katalog der Krankheiten gemäß WHO).
Das bedeutet: Die Krankenkassen zahlen nur, wenn eine „Krankheit” oder „Störung” gemäß dieser Diagnostik festgestellt wurde. Und wenn die Diagnose nicht mehr besteht, endet die Therapie (und die Kasse spart weitere Ausgaben). – Aber nur selten ist nach solch einer Therapie auch tatsächlich die Ursache für die Schwierigkeiten behoben.
Die zweite Richtung in der Psychotherapie…
…zielt darauf, gemeinsam mit dem Klienten die meist unbewussten Ursachen für die „Störungen” oder „Diagnosen” zu finden. Naturgemäß dauert solch eine Therapie etwas länger. Aber dafür wirkt sie fast immer so nachhaltig, dass das gleiche Problem nicht wieder auftritt. –
Ursächliche Psychotherapie wird aufgrund der gerade beschriebenen Zusammenhänge eher in selbst finanzierter Therapie angeboten. – Meine Psychotherapie-Angebote sind immer ursächlich.
Was geschieht in einer Psychotherapie-Stunde meistens?
Wie eine Psychotherapiestunde abläuft, hängt sehr stark von den angebotenen Therapiemethoden und dem vom Therapeuten bevorzugten Arbeitsstil ab.
Für meine Therapie-Angebote kann ich kein „übliches Vorgehen” beschreiben. Denn ich stelle mich spontan und intuitiv auf das ein, was mein Klient gerade benötigt und was ihn im Erkenntnis-Prozess am meisten weiter helfen könnte. Das fällt mir leicht, weil ich in über 16 Jahren meiner Praxis-Erfahrung aus mehreren Methoden meinen eigenen Arbeitsstil gebildet habe.
Wichtiger scheint mir die innere Einstellung des Therapeuten zu sein, mit der er seinen Klienten begegnet. Meine Aufgaben als Therapeut sehe ich in folgender Arbeitsweise:
- Ich schaffe einen sicheren Ort, in dem ich den Klienten so annehme, wie er gerade ist. Genau so, wie er zu mir kommt, wie er sich ausdrückt, wie er fühlt und denkt ist er willkommen.
- Ich bin mir bewusst, dass meine Klienten sich ihr Leben in zig Jahren eigener Erfahrung gestaltet haben. Daher kann ich nur so viel darüber wissen, wie sie mir mitteilen. Aus diesem Verständnis und diesem Respekt heraus arbeite ich immer „auf Augenhöhe”. Ich bewerte ich niemals und gebe niemals „Ratschläge”.
- Ich begleite meine Klienten dabei, ihre Orientierung über sich selbst wieder zu gewinnen.
- Ich habe gelernt, die richtigen Fragen zu stellen. Fragen, die dem Klienten helfen, Dinge und Zusammenhänge bewusst zu machen und deren wahre, realistische Bedeutung zu erkennen.
- Sehr oft können die aktuell vorhandenen Schwierigkeiten in Beziehung gesetzt werden mit ungünstigen lebensgeschichtlichen Erfahrungen und Ereignissen.
- Gemeinsam und auf Augenhöhe entdecken wir belastende Folgen solcher schwierigen früheren Erlebnisse.
- Aufgrund dieser Erkenntnisse und durch seine zunehmende Bewusstheit gewinnt der Klient die nötige Klarheit, um für sich passende neue Lösungen entwickeln und erproben zu können.
- Meine Klienten erleben keine „Rückfälle”. Denn nachdem die Therapie zu einem klaren Bewusstsein über Ursache und Wirkung sowie die Zusammenhänge geführt hat, warum sollte er sozusagen „entgegen besseren Wissens” wieder in alte Muster verfallen?
Wie lange dauert eine Psychotherapie?
Die Frage ist falsch gestellt: Denn ich möchte Sie lieber fragen, wie viel Zeit möchten Sie sich geben, um die Schwierigkeiten aufzulösen und tragfähige Lösungen zu finden, mit denen Sie Ihre Ziele erreichen. – Also, wie viel Zeit sind Sie bereit, zu investieren?
Und wenn es um die Vergütung geht: Wie viel sind Sie bereit, in sich selbst, in Ihre menschliche Entwicklung und in ein Leben zu investieren, in dem Sie Ihre Potenziale entfalten und Ihre Ziele erreichen können? Eine Investition, die Ihnen renditestark, krisensicher, infaltionsgeschützt und pfändungssicher das gesamte Leben hindurch erhalten bleibt? – Also, wie viel sind Sie sich selbst wert, wie viel möchten Sie investieren?
Psychische Schwierigkeiten entstehen oft schon früh im Leben und können lange Zeit unbemerkt bleiben. So können sich die ungünstigen Muster im Denken, Fühlen und Verhalten fest setzen. Sie zehren zugleich viel Lebensenergie auf. Manchmal entstehen aus psychischen Belastungen auch körperliche Beschwerden und Krankheiten.
Irgendwann reichen die persönlichen Kraftquellen ncht mehr aus, diese innere Belastung noch länger auszuhalten. Spätestens dann ist es an der Zeit, psychotherapeutische Begleitung in Anspruch zu nehmen.
Je länger die psychischen Schwierigkeiten bestehen, um so stärker sind diese Denk- Empfindungs- und Verhaltensmuster als Gewohnheit verankert, großteils auch im Unbewussten. Und um so mehr muss therapeutisch gearbeitet werden, um diese Muster aufzulösen und neue tragfähige Lösungen zu entdecken.
Die Dauer einer wirklich ursächlichen und daher nachhaltig wirksamen Therapie – so wie ich sie anbiete – richtet sich nach der Komplexität und Vielschichtigkeit der Schwierigkeiten. Sie ist daher nicht vorhersagbar. Aber:
Gerade habe ich eine statistische Auswertung der durchschnittlich von meinen Klienten benötigten Therapiezeit erstellt. Die Therapiedauer lag meist zwischen 3 und 6 Monaten bei 14-tägigen Terminen. Das ist weniger als 20% der bei Verhaltenstherapie üblichen Therapiedauer von 60 bis max. 80 Stunden.
Meine Klienten entscheiden grundsätzlich selbst und eigenverantwortlich, wie viele Therapiestunden sie nutzen wollen, ob sie eine Therapiepause einlegen möchten oder ob sie sich für die Beendigung der Therapie entscheiden.
Wie oft sollte man Therapiestunden nehmen?
Wenn jemand in einem stark belasteten Zustand zu mir kommt, empfehle ich in der ersten Zeit der Zusammenarbeit wöchentlich eine Therapiestunde zu buchen.
Die meisten meiner Klienten kommen in 14-tägigem Abstand zu mir. Längere Abstände machen die Therapie weniger effizient, sodass sie dann meist insgesamt länger dauern kann.
Falls „es brenzlig wird”, bin ich notfalls auch telefonisch oder per Videogespräch für meine Klienten da.
Gegen Ende der Therapie können wir die Abstände auf 3 Wochen und dann auf 4 Wochen vergrößern bis zur Verabschiedung aus der Therapie.
Woran erkennt man, dass der Therapeut „der Richtige” ist?
Zu dieser Frage finden Sie hier ein kleines Video (9 Minuten) unter dem Titel: „Wie finde ich den richtigen Psychotherapeuten für mich?” – Aber vielleicht möchten Sie eine kurze Zusammenfassung aus dem Video. Stellen Sie im ersten Gespräch dem Therapeuten folgende Fragen:
- Wissenschaftlich bewiesen ist, dass die Qualität der menschlichen Beziehung zwischen Klient und Therapeut die größte Therapie-Wirkung bringt. Es ist ein gutes Zeichen, wenn Sie ihn sympathisch finden.
- Fühlen Sie sich wohl und geschützt im Raum des Psychotherapeuten? Ist der Raum freundlich, einladend und hell? Sind Sie dort ungestört?
- Fragen Sie: „Mit wie vielen Klienten arbeiten Sie pro Tag durchschnittlich?” – So können Sie erkennen, wie „frisch und ausgeruht” der Therapeut für Sie da sein wird.
- Fragen Sie: An welchen Aus- und Fortbildungen hat der Psychotherapeut teilgenommmen? Worauf hat er sich spezialisiert?
- Fragen Sie, ob der Psychotherapeut schon mal in eigener Sache als Patient eine intensivere Psychotherapie in Anspruch genommen hat. Das könnte sein Einfühlungsvermögen verbessert haben.
- Erst nach Klärung dieser Fragen ist es sinnvoll, dem Therapeuten Ihr Anliegen zu schildern. – Und erst dann fragen Sie ihn, mit welchen Verfahren und Methoden er mit Ihnen an Ihrem Thema arbeiten würde. Er sollte in der Lage sein, Ihnen gut verständlich zu erklären, wie er vorgeht und warum er sich gerade für Ihr Thema kompetent hält.
- Nach dem Gespräch fragen Sie sich selbst, ob der Psychotherapeut Ihnen „auf Augenhöhe” begegnet ist, ob er ohne Bewertung oder Ratschläge reagiert hat und einfühlsam in Ihr Anliegen war. – Würden Sie sich also wohl fühlen, mit ihm zusammen zu arbeiten?
Zum Psychologen oder Psychotherapeuten oder… wohin?
Im Volksmund heißt es oft: Ich gehe zum Psychologen, meint aber damit jemanden, der Psychotherapie anbietet.
- ein Psychologe bietet keine Psychotherapie an (ausgenommen, er wäre als Heilpraktiker der Psychotherapie tätig).
- ein Psychotherapeut hat ein Universitätsstudium abgeschlossen, ist aber kein Arzt / Mediziner und kann deshalb keine „Krankschreibung” vornehmen und keine Medikamente verordnen. Aber er bietet Psychotherapie an.
- ein Psychiater hat ein Universitätsstudium in Psychologie abgeschlossen und eine Fachärztliche Ausbildung. Sein Schwerpunkt liegt auf der neuro-medizinischen Therapie, die meist mit Psychopharmaka verbunden ist.
- ein ärztlicher Psychotherapeut ist ein Arzt, der eine psychotherapeutische Zusatzausbildung hat und daher parallel zu seiner ärztlichen Tätigkeit auch Psychotherapie anbietet.
- ein Heilpraktiker der Psychotherapie hat keine Universitätsausbildung. Er muss eine Fachprüfung beim Gesundheitsamt ablegen und muss sich in Eigeninitiative um eine sorgfältige Aus- und Weiterbildung kümmern.
Für alle psychotherapeutisch tätigen Menschen gilt – wie für alle Berufe: Es gibt sehr gute und leider auch manche Pfuscher! Weder der Arzttitel, noch die psychotherapeutische Ausbildung und auch nicht die Heilpraktikerprüfung sind eine Garantie für Qualität.
Ich war selbst vor und 20 Jahren Patient und rate daher aus Erfahrung: Vertrauen Sie Ihrem Gefühl! – Wenn's nicht stimmt, suchen Sie einen besser zu Ihnen passenden Therapeuten!
Ist Psychotherapie in Videogesprächen möglich?
Ja, das ist möglich. Allerdings lassen sich nicht alle psychischen Schwierigkeiten per Video gleich gut bearbeiten. Manche Menschen können wegen der Entfernung oder aus Gründen mangelnder Mobilität nicht in die Praxis kommen. Es mag auch bequemer sein, von zuhause aus eine Psychotherapie zu nutzen.
Dass Psychotherapie per Videogespräch erfolgreich sein kann, habe ich selbst in meiner Fortbildung in der NARM-Therapie erlebt. Allerdings arbeiteten da Kollegen miteinander. – Ob die Bearbeitung Ihres Anliegens per Videogespräch möglich ist, kann nur in einem ersten persönlichen Gespräch geklärt werden.
Es ist zugleich zu bedenken, dass viele therapeutische Methoden über Video nicht oder nur eingeschränkt anwendbar sind. Nur in der persönlichen realen Begegnung kann sich die volle Kraft einer Psychotherapie entfalten.
Hinzu kommen die natürlichen Grenzen eines Videogesprächs:
- Per Video sieht man sich nur in einem relativ kleinen Bildausschnitt. Um Körpersprache zu verstehen, müssten sich beide Personen vollständig sehen. Dann aber sind wichtige Details – z.B. der Mimik – zu undeutlich zu erkennen.
- Das Bild ist nur zweidimensional.
- Durch die fast immer verwendete Weitwinkel-Optik erscheinen die Proportionen verzerrt.
- Die Bild- und Tonqualität ist eingeschränkt.
- Die Technik selbst kann eine störende Ablenkung bewirken.
Im Gegensatz zur Psychotherapie ist eine Psychologische Beratung oder Supervision im Video-Gespräch fast immer möglich.
Ist Psychotherapie über KI möglich und hilfreich?
Die kurze Antwort:
Nein! – ich halte jeden Versuch für gefährlich, sich über eine KI („künstliche Intelligenz”) psychotherapeutische Hilfe zu verschaffen!
Hier die „lange” und begründete Antwort:
KI ist darauf programmiert
- dem Fragesteller zu schmeicheln, ihm zu gefallen und ihm genehme Antworten zu liefern. Sie neigt dazu, den Fragesteller in seinen Ansichten und Meinungen zu bestätigen. – Es hat bereits zahlreiche Suizide gegeben, weil die KI die Fragesteller in ihren Suizidgedanken bestärkt und bestätigt hat!
- dem Fragesteller perfekt klingende und perfekt formulierte Antworten zu liefern, sodass diese Perfektion selbst bereits wie ein Indiz dafür wirkt, die Antworten seien allesamt richtig – und womöglich auch die einzig mögliche „richtige” Antwort.
- dem Fragesteller auch dann überzeugende Antworten zu liefern, wenn die KI in Wirklichkeit gar keine Antwort weiß. In diesem Fall „erfindet” die KI eine scheinbar passende und überzeugend klingende Antwort.
- die „offizielle Lehrmeinung” zu vertreten oder zumindest die psychotherapeutischen und psychiatrischen Ansichten als allein gültig anzusehen. Denn KI wird schließlich von Menschen programmiert und ist damit den Algorithmen mehr verpflichtet als den echten Bedürfnissen des Fragestellers.
- Zahlreiche Versuche haben gezeigt, dass schon nach einmaliger Benutzung der KI als „Ersatz-Therapeut” eine ungesunde Beziehung zwischen KI und Fragesteller entsteht. Denn die KI scheint immer verfügbar zu sein, scheint immer gut zuzuhören, den Fragesteller mit seinen Anliegen immer ernst zu nehmen sowie verständnisvoll und scheinbar einfühlsam zu sein. – Psychische Schwierigkeiten führen oft in Einsamkeit und so wirken sich diese Faktoren besonders stark aus.
Im Übrigen haben sich bereits zahlreiche Menschen in KI „verliebt” – als Höhepunkt der Abhängigkeit.
Es gibt noch viele weitere gute Gründe, warum ich KI als Therapeuten-Ersatz ablehne und auch alle Apps, die neuerdings von den Krankenkassen teils sogar finanziert werden. Vielleicht soll das ein Ersatz oder Trostpflaster dafür sein, dass die Politik bei kassenfinanzierter Psychotherapie so drastische Sparmaßnahmen ergreift?
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